FORSCHUNGSSTELLE REKULTIVIERUNG
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Infopunkt 2

Feldrain: Heudrusch-Rain

Als Feldraine werden unbewirtschaftete, meist wiesenartig ausgeprägte Feldränder oder Feldgrenzen bezeichnet. In den letzten Jahrzehnten ist ihr Flächenteil in der Agrarlandschaft deutlich gesunken: Raine zwischen einzelnen Feldfluren sind nahezu ganz verschwunden, Wegeraine auf ein Minimum reduziert. Dies hat zum Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft beigetragen.
Im Zuge der landwirtschaftlichen Rekultivierung werden bewusst 2-3m breite Feldraine neu angelegt. Sie werten die rekultivierte Feldflur auf und gestalten sie abwechslungsreicher. Das wirkt sich positiv auf die Anzahl der dort lebenden Pflanzen und Tiere aus. Für viele Arten sind diese Feldraine selbst der Lebensraum, für andere Rückzugsgebiet oder wertvolle Nahrungsquelle. Die Feldraine sind ein wichtiger Baustein um in der Rekultivierung wieder eine artenreiche Agrarlandschaft zu begründen. Verstärk wird das durch weitere Maßnahmen: beispielsweise Brachflächen, Blühstreifen und Feldlerchenfenster.

Heudrusch-Rain
Zur Anlage dieses Feldrainabschnittes wurde frisches Heu von arten- und blütenreichen Rheinwiesen ausgebracht, die für den Naturschutz speziell gemäht werden. Das nennt man Heudrusch-Saat. Vor allem diese Methode ist sehr erfolgreich und führt sogar dazu, dass Arten, die in Nordrhein Westfalen nur noch auf diesen Wiesen ihre letzten Vorkommen haben hier nun wieder heimisch werden.