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Infopunkt 4

Feldlerchenfenster

Seit Jahrhunderten nutzen Tiere die von uns Menschen bestellten Ackerflächen als Lebensraum. Die wohl bekanntesten Arten sind der Feldhase und die Feldlerche.
Mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und großen Maschinen hat sich die Agrarlandschaft in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Heute wächst das Getreide so dicht, dass Feldlerchen kaum noch in den Feldern landen können. Außerdem ist es in den dichten Beständen am Boden feucht und kalt, das erschwert das Brüten zusätzlich. Deswegen sind die Brutzahlen der Feldlerchen rückläufig. Um Ihnen zu helfen, wurden Feldlerchenfenster entwickelt. Dafür werden im Getreide beim Säen kleine, ca. 20 qm große Lücken gelassen. So finden die Lerchen offene, trockene Stellen in den Feldern, auf denen sie landen, oder beispielsweise Sandbaden können. Hier wachsen auch ein paar Kräuter, die wiederum Insekten anziehen – Nahrung vor allem für die Jungvögel. Aber auch Feldhase oder Rebhuhn nutzen diese Flächen.
Oftmals werden Feldlerchenfenster von anderen Maßnahmen unterstützt, wie etwa breiten Feldrainen oder Blüh-, Schwarzbrache-, und Luzernestreifen.

Feldlerchenfenster am Tagebau Inden