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Infopunkt 5

Kurzumtriebsplantage (KUP)

Biomasse ist eine der alternativen Energiequellen. Holz aus dem Wald kennt jeder; hier wird Biomasse aber aus Holz in feldmäßigem Anbau auf Ackerflächen gewonnen. Man nennt diese Form Kurzumtriebsplantage (Kup). Das heißt, schnell wachsende Bäume wie Pappeln oder Weiden werden in kurzen Abständen von drei bis fünf Jahren mit einem Häcksler geerntet. Die Hackschnitzel werden dann beispielsweise in kleinen Holzheizkraftwerken verfeuert. Der im Boden belassene Wurzelstock schlägt nach der Ernte wieder aus. So kann ein Jahresertrag von bis zu 10t Trockenmasse pro Hektar erzielt werden. und das – im Gegensatz zu Mais oder anderen Energiepflanzen – ohne Düngung oder Schädlingsbekämpfung. Derzeit betreibt RWE zwei solcher Plantagen: eine größere Fläche in Bergheim und eine Versuchsfläche in Garzweiler.

KUP-Versuchsfläche, Garzweiler
Auf dieser Fläche wurden verschiedene Pappelsorten angebaut um zu testen, welche Sorten sich am besten für die Nutzung in einer Energieholzplantage auf Acker eignen. Neben Bäumen mit kurzer Umtriebszeit werden in Garzweiler noch weitere Energiepflanzen als Biomasselieferant erprobt: durchwachsende Silphie, Miscanthus und Switch-Gras.