FORSCHUNGSSTELLE REKULTIVIERUNG
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Infopunkt 9

Mispel (Sophienhöhe)

Dieser Weg ist nach einer sehr alten, fast vergessenen Obstsorte benannt, der Mispel. Sie kommt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa. Die Mispel ist mit 5-6 Metern ein eher kleiner Laubbaum oder Strauch mit krummem Stamm und ausladender Krone. Ihre Früchte wurden früher vielseitig genutzt, z.B. zur Marmeladenherstellung und zur Verbesserung der Haltbarkeit von Wein und sowie als Most oder Heilpflanze. Im Mai/Juni blüht die Mispel wunderschön weiß und ab September, wenn die Früchte eine bräunliche Farbe angenommen haben, können sie geerntet werden. Genießbar sind sie allerdings erst nach den ersten Frösten oder sehr langer Lagerung.

Zu uns gekommen ist die Mispel wahrscheinlich durch die Römer. Seither wächst sie vereinzelt in den Wäldern der Region. Gerade auch im Hambacher Wald. Deswegen hat die Rekultivierungsabteilung der RWE Power AG schon vor vielen Jahren begonnen alte Sträucher dort zu beernten und die Jungpflanzen dann wieder in der Rekultivierung zu pflanzen oder sogar ganze Sträucher umzusiedeln. So bleibt dieses alte kultur- und naturhistorische Element über den Tagebau hinaus erhalten.