Über uns

Die Forschungsstelle Rekultivierung

Mit der Forschungsstelle Rekultivierung wurde 1999 in Hackhausen bei Jüchen ein gemeinsamer Raum für die vielfältigen, interdisziplinären Forschungen in der Rekultivierung geschaffen. Seit August 2012 war die Forschungsstelle Rekultivierung im forum :terra nova bei Elsdorf-Berrendorf angesiedelt. Im März 2017 erfolgte der Umzug ins Schloss Paffendorf bei Bergheim.

Wichtig für den Erfolg der Rekultivierung war und ist, dass in wissenschaftlichen Studien die ökologischen Auswirkungen der verschiedenen Vorgehensweisen immer wieder überprüft werden. Diese Zusammenarbeit aus Praxis und Theorie hat in der Rekultivierung eine lange Tradition. Seit Heuson, einer der Pioniere der Aufforstung von Tagebauhalden, 1947 seine langjährigen Erfahrungen in dem Buch „Die Kultivierung roher Mineralböden“ veröffentlichte, wurden unzählige Studien zu speziellen Problemen der Tagebaurekultivierung publiziert. Anfang der 1960er Jahre legten Wittich und Heide mit ihren Studien die Grundlage für die moderne Forstkiesverkippung. Seither wurden viele Aspekte der Bodenkunde, der Forstwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bodennutzung sowie der natürlichen Wiederbesiedlung in den Aufforstungen und der neuen Feldflur untersucht. So war es bisher möglich, in einem andauernden Lernprozess die Verfahrensweisen der Rekultivierung ständig weiter zu verbessern.

In der Forschungsstelle Rekultivierung sind in einer Bibliothek die vielen Diplomarbeiten, Dissertationen und Forschungsberichte verfügbar, die in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten erstellt wurden. Damit bekommen alle, die zum Thema Rekultivierung forschen, die Möglichkeit, diese ansonsten nicht verfügbare “graue Literatur“ für ihre Arbeiten zu nutzen. Die Ergebnisse werden in Seminaren, bei Tagungen und Vorträgen dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Die Forschungsstelle Rekultivierung ist eine Kooperation der RWE-Power AG mit dem Kölner Büro für Faunistik. Gemeinsam findet die Betreuung der Station statt. Gleichzeitig werden zusammen mit unabhängigen Biologen und ehrenamtlichen Naturschützern kontinuierlich Untersuchungen in der rekultivierten Landschaft durchgeführt.

Schloss Paffendorf