Laubfrosch


Laubfrosch


Hyla arborea

Europäischer Laubfrosch (Foto: F. Reimann, wikimedia commons)

Gesamtraum Gewässer

Für den Gesamtraum Gewässer wurde der Laubfrosch als Zielart definiert.

Der Laubfrosch ist eine Charakterart der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft mit einer kleingewässerreichen Wiesen- und Weiden-Landschaft. Solche Bereiche können auf den Artenschutzflächen außerhalb der Rekultivierung und im Bereich der Regenrückhaltungen der rekultivierten Sophienhöhe entstehen und entwickelt werden. Aufgrund der Habitatansprüche der Art soll die Rekultivierung dem Ziel gerecht werden, eine möglichst hohe Arten- und Strukturdiversität zu erreichen, um für diese Art einen stabilen Lebensraum zu schaffen.

Schutzbedürftigkeit und Gefährdung

Nordrhein-Westfalen: 2S

Verbreitung im Rheinischen Revier

Bisher kommt der Laubfrosch im Rheinischen Revier nicht vor.

Lebensraum

  • Wärmebegünstigste, Kleingewässerreiche Offenlandflächen
  • Wiesen und Weiden mit Gebüschen und Hecken
  • Typenvielfalt an Kleingewässern von temporär bis dauernde Wasserhaltung
  • Vegetationsreiche Gewässer, sonnenexponiert, fischfrei
  • Sonderstrukturen wie Brombeergebüsch, Röhrichte, Weidengebüsch

Biologie

  • Ab Ende Februar Einwanderung in die Gewässer
  • Fortpflanzungsphase ab Ende April
  • Hauptlaichzeit im Mai und Juni
  • Jungtiere verlassen Gewässer im Juli /August
  • Hohe Mobilität von 500 m (Ausnahme bis 12 km)
  • Außerhalb der Fortpflanzung Aufenthaltshabitate wie Brombeerhecken, Weidengebüsch, Röhrichte
  • Überwinterungsquartiere in Waldbereichen, Feldgehölzen in Wurzelhöhlen und Erdlöchern

Gefährdung und Ursachen

  • Intensive Landwirtschaft
  • Einschwemmung von Düngung aus landwirtschaftlichen Flächen in die Gewässer
  • Beseitigung von Flachwasserzonen
  • Gewässersukzession
  • Beseitigung der Überwinterungsquartiere
  • Zerschneidung der Lebensräume durch Wege
  • Intensive Pflege des Lebensraumes

Schutz- und Fördermaßnahmen

  • Pflegekonzept für die unterschiedlichen Gewässertypen, Vermeidung intensiver Pflege durch Mähen/Mulchen oder hohem Viehbesatz
  • Sicherung und Anlage von Überwinterungsquartieren
  • Schutz vor Freizeit- und Erholungsdruck
  • Hohe Strukturdiversität im Umfeld der Kleingewässerlandschaft
  • Entnahme von Fischbesatz
  • Pufferflächen zur intensiv genutzten Landwirtschaft einrichten