Feuersalamander


Feuersalamander


Salamandra Salamandra

Feuersalamander auf der Sophienhöhe (Foto: K. Görgen)

Lebensraum Feuchte Extremflächen

Für den Lebensraum Feuchte Extremflächen wurde der Feuersalamander als Zielart definiert.

Der Feuersalamander ist eine Charakterart für feuchte Standorte in Laubmischwäldern. Der Feuersalamander dient im Rahmen der Biodiversitätsstrategie als Zeiger für den Zustand von feuchten Waldstandorten. Aufgrund der Habitatansprüche der Art soll die Rekultivierung dem Ziel gerecht werden, eine möglichst hohe Arten- und Strukturdiversität zu erreichen, um für diese Art einen stabilen Lebensraum zu schaffen.

Schutzbedürftigkeit und Gefährdung

Niederrheinische Bucht: G

„besonders geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung

Verbreitung im Rheinischen Revier

Nachweis des Feuersalamanders in der Rekultivierung des Südreviers.

Lebensraum

  • Feuchte Laubmischwälder mit Versteckmöglichkeiten
  • Adulte Tiere sind überwiegend unabhängig von Oberflächengewässern
  • Haupthabitat: zwischen Felsblöcken, unter Baumwurzeln und Totholz, im Lückensystem des Bodens
  • Benötigen die Nähe zu sauberen und kühlen Quellbächen

Biologie

  • Überwiegend nachtaktiv, tagsüber nur bei starken Regenfällen
  • Tagesrhythmus bestimmt durch Lichtverhältnisse und relative Luftfeuchte
  • Februar bis Mai werden bereits voll entwickelte, jedoch mit Kiemen ausgestattete Larven in kühle Quellbäche abgesetzt
  • Durch Lebensraumansprüche kaum Vergesellschaftung zu anderen Amphibien
  • Überwinterungshabitate werden überwiegend unterirdisch mit Beginn der bodenfrostkalten Nächte aufgesucht
  • Ernährung: Käfer, Spinnen, Regenwürmer, Asseln, Nacktschnecken

Gefährdung und Ursachen

  • Ausbau und Begradigung von Bächen
  • Trockenlegung von Auengebieten
  • Verschmutzung von Fortpflanzungsgewässern
  • Häufiges Vorkommen von Nadelwäldern
  • Straßenverkehr

Schutz- und Fördermaßnahmen

  • Erhalt von Stollen und Höhlen im Wald oder in Waldnähe
  • Sicherung bestehender und Wiederherstellung ehemaliger Larvengewässer
  • Entwicklung von Waldrändern mit möglichst großer Breite und mit guter Vernetzung zur Umgebung
  • Langfristiger Umbau von Nadelholzforsten zu naturtypischen, strukturreichen Laubwäldern
  • Temporäre Sperrungen von Waldwegen für Verkehrsmittel aller Art in der Zeit der Frühjahrswanderung der Salamanderweibchen
  • Anlagen von Totholz