Obstbaumpflege

Streuobstwiesen sind aus unserer Landschaft nicht wegzudenken, gehören jedoch zu den stark gefährdeten Lebensräumen. Sie stehen heute oft der Erweiterung von Siedlungsflächen im Wege oder werden wegen ihrer geringen wirtschaftlichen Bedeutung nicht mehr gepflegt oder erneuert. Dabei stellen sie einen besonders wertvollen und vielfältigen Lebensraum dar: In den alten Hochstämmen können Spechte ihre Höhlen anlegen. Als Nachmieter kommen Höhlenbrüter wie Steinkauz oder Fledermäuse vor. Igel, Blindschleichen und Eidechsen sowie zahlreiche Insektenarten profitieren vom reichen Nahrungsangebot der Wiesen und während der Blüte sorgen nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Hummeln für die Bestäubung. Darüber hinaus bietet das Fallobst eine willkommene Nahrungsquelle für verschiedene Arten.

Steinkauz Jungvogel ( Foto: Rolf Thiemann).

Auf der Wiedenfelder Höhe, der Königshovener Höhe und der Sophienhöhe wurden Obstwiesen und Obstbaumalleen angelegt, die heute regelmäßig gepflegt werden. Dabei steht, neben der Mahd der Wiesen, vor allem der Obstbaumschnitt im Vordergrund, der eine spezielle Technik voraussetzt.

Obstblüte auf der Königshovener Höhe ( Foto: Klaus Görgen).