Köttinger See

Blick vom Ufer auf den Köttinger See (Foto K. Görgen).

Der Köttinger See liegt nördlich der namensgebenden Ortschaft Erftstadt-Köttingen zwischen dem Concordiasee im Westen und dem Dinnendahlsee im Osten. Der 1955 im Bereich der ehemaligen Grube „Vereinigte Ville“ entstandene Restsee diente eine Zeitlang als Vorbecken zur mechanischen Reinigung von Fabrik- und Kraftwerksgewässern. Er umfasst eine Fläche von 41,5 ha und ist somit einer der größeren Villeseen.

Der maximal 7,8 m tiefe See mit relativ steilen Uferbereichen erhält seinen Zufluss im Norden vom Kocherbach und aus dem Zieselsmaar sowie im Osten vom Dinnendahlsee. Am Einlauf hat sich ein ausgeprägter Schilfgürtel gebildet. Der Abfluss verläuft über eine Kaskade in den Concordiasee.

Nutzung

Der See gehört seit 1972 zum Landschaftsschutzgebiet und wird zum Angeln genutzt. Ausgewiesene Laichzonen sind jedoch geschützt und dürfen ganzjährig nicht betreten und beangelt werden.

Besonderheiten der Fauna

Der Köttinger See gehört ebenfalls zu den größeren Villeseen und stellt ein attraktives Gewässer für Durchzügler und Rastvögel, in durch Betretungsverbote geschützten Teilbereichen auch für Brutvögel dar. Mit der Wasserralle (RL NRW 3) kommt eine landesweit gefährdete Brutvogelart vor. Gastvögel wurden 2017 mit 16 Arten festgestellt, darunter als landesweit seltene Rastvogelarten Moorente (RL NRW w 1), Purpurreiher und Rohrdommel (RL NRW w 2). Mit bedeutsamen Rastbeständen kommen Tafelente (regionale Bedeutung) und Schellente (landesweite Bedeutung) vor.

Vorgeschlagene Optimierungs- bzw. Erhaltungsmaßnahmen

Für den Köttinger See ist eine Beibehaltung des ganzjährigen Betretungsverbotes für Teilbereiche (Laichzonen) zu empfehlen, damit in diesen Bereichen auch weiterhin Störwirkungen auf Brut- und Gastvögel vermieden werden.

Bei Schlafplatzzählungen wurden im Winter 2016/2017 bis zu 18 Silberreiher am Köttinger See erfasst (Foto: H. Aussem).

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