Sophienhöhe - Goldene Aue (ehemals "50 ha Mulde")

Goldene Aue

Die in den nächsten Jahren auf eine Fläche von 50 ha anwachsende Grünlandfläche wurde in Teilen mit dem „Heudruschverfahren“ begrünt, die als blütenreiche Teilflächen erkennbar werden. In den Muldenlagen haben sich vernässte Bereiche und Kleingewässer ausgebildet.

Die Goldene Aue beherbergt eine durch die Ansaat sowie Mahdgutübertragung angelegte artenreiche, blumenbunte Wiese, wobei einzelne Bereiche wegen Mangel an Saatgut bzw. Mahdgut nur mit Gras eingesät worden sind. So finden sich hier Arten des mesophilen Wirtschaftsgrünlandes neben Arten der Glatthaferwiese und des Kalkmagerrasens. An Arten des mesophilen Wirtschaftsgrünlandes findet man u.a. Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium), Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis) und Rot-Klee (Trifolium pratense). Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Wiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum) und Gewöhnlicher Wiesen-Goldhafer (Trisetum flavescens subsp. flavescens) gehören zu den Arten der Glatthaferwiese. Auch einige Kalkmagerrasen-Arten sind vorhanden: Gewöhnlicher Wundklee (Anthyllis vulneraria), Rauer Löwenzahn (Leontodon hispidus), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria). An manchen Stellen treten Huflattichfluren auf, die tonigen Boden und Bodenverdichtung anzeigen. Insgesamt wurden 74 Pflanzenarten auf dem Standort festgestellt.

Besonderheiten der Vegetation:
Gewöhnlicher Wundklee RL NRW 3
Kleine Sommerwurz RL NRW 2, RL D 3
Zottiger Klappertopf RL NRW 2, RL D V

Besonderheiten der Fauna:
Hohe Vielfalt gefährdeter Vogelarten des Offen- und Halboffenlandes (Feldlerche, Heidelerche, Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Turteltaube, Wiesenpieper…)
Kreuz- und Wechselkröte
Kleines Wiesenvögelchen RL NRW V
Rotbraunes Ochsenauge RL NRW V
Goldene Acht RL NRW 3
Schwalbenschwanz RL NRW V
Mauerfuchs RL NRW V
Blauflügelige Ödlandschrecke RL NRW 2

Entwicklungsziele und Pflegehinweise

  • Langfristiger Erhalt des floristisch artenreichen Extensivgrünlandes und der breiten strukturell vielfältigen Saumbereiche
  • Versetzte Mahd.
  • Aktuell wurden die vorhandenen Mulden abgedichtet, sodass hier mit einem länger anhaltenden Wasserstand zu rechnen ist und die entsprechenden Amphibienarten gefördert werden. Sofern Einzelflächen dauerhaft mit Wasser bespannt sind, dürfte sich dies auch positiv auf die Entwicklung der Ufervegetation und damit die Besiedlung mit weiteren gewässer- und ufergebundenen Tierarten auswirken.
  • Randbereiche: Wiederholte Entnahme von Einzelgehölzen mit dem Ziel, eine zu dichte Bestandsentwicklung der Gehölze (keine geschlossene Gehölzkulisse) zu vermeiden.
  • Weitere Förderung der Artenvielfalt durch die Einbringung von Einzelstrukturen wie Totholz- und Steinhaufen, teilweise auch Sandflächen.

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