Sophienhöhe - Silikatmagerrasen

Silikatmagerrasen

Der Sandmagerrasen wurde vor einigen Jahren mit einer speziellen Einsaatmischung angelegt. Als Pflegemaßnahme wurde die Fläche im letzten Jahr gegrubbert. Der Erfolg dieser Maßnahme spiegelte sich 2016 in einem enormen Blütenreichtum wider. Der Magerrasen stellt sich als lückiger, blütenreicher Bestand mit großen Rohbodenanteilen dar, der aus einem Mosaik aus Silikatmagerrasen und Silbergrasflur besteht. Im Hochsommer beschert der blühende Färber-Ginster (Genista tinctoria) der Fläche zusätzlich einen Heidecharakter. Die Fläche ist mit 70 Pflanzenarten floristisch sehr artenreich.

Besonderheiten der Vegetation:
Berg-Sandknöpfchen RL NRW 3
Färber-Ginster RL NRW 3
Frühe Haferschmiele RL NRW 3, RL D V
Gewöhnliche Pechnelke RL NRW 2
Heide-Nelke RL NRW 3, RL D V
Silbergras RL NRW 3
Trespen-Federschwingel RL NRW 3
Wildes Stiefmütterchen RL NRW 3

Besonderheiten der Fauna:
Baumpieper, Fitis, Turteltaube, Heidelerche in den umgebenden Gehölzen
Kaisermantel RL NRW V, RL D 3
Kleines Wiesenvögelchen RL NRW V
Rotbraunes Ochsenauge RL NRW V
Schwalbenschwanz RL NRW V
Blauflügelige Ödlandschrecke RL NRW 2
Gefleckte Keulenschrecke RL NRW V

Entwicklungsziele und Pflegehinweise

  • Langfristiger Erhalt der artenreichen Vegetation mit überwiegend schwach wüchsiger, lückiger Struktur. Dafür müssen regelmäßige Pflegemaßnahmen (Entkusselung, Entfernung aufwachsender Gebüsche und Gehölze, u. a. Ginster) stattfinden. Eine Mahd ist voraussichtlich nur unregelmäßig notwendig, insbesondere in den Bereichen, in denen sich dichtere Vegetationsbestände entwickeln.
  • Übergänge zu den angrenzenden Aufforstungsflächen sollten sich strukturell vielfältig mit Gras- und Staudenfluren sowie Gebüschen entwickeln können. Wiederholte Rückschnitte sind zu empfehlen, damit die Gehölze nicht weiter in die Offenlandbereiche vordringen.
  • Weitere Förderung der Artenvielfalt kann durch die Einbringung von Einzelstrukturen wie Totholz- und Steinhaufen, teilweise auch Sandflächen, erreicht werden.