Säugetiere

Mit weltweit etwa 5.000, deutschlandweit gerade einmal 87 Arten sind die Säugetiere eine vergleichsweise artenarme Tiergruppe (Boye et al. 1997). Durch ihre Größe und komplexen Eigenschaften haben sie dennoch eine große Bedeutung. Viele Säugetiere sind als so genannte Schlüsselarten durch ihr Verhalten landschaftsprägend (z. B. Biber, Elefanten, Präriehunde). Nicht zuletzt hatten und haben sie große Bedeutung für den Menschen, sei es als Jagdbeute, als Nutztier oder als Schädling.

Großsäuger und Raubtiere

Großsäuger (Elch, Wisent, Auerochse, Tarpan) und große Raubtiere (Wolf, Bär, Luchs) sind in Mitteleuropa seit dem Ende des Mittelalters weitgehend verschwunden, wobei sich Wolf und Luchs in einigen Regionen wieder auf dem Vormarsch befinden. Sie wurden durch die Landschaftsveränderungen infolge von Nutztierhaltung und Übernutzung der Wälder verdrängt oder als Nahrungskonkurrenten des Menschen gezielt ausgerottet. Auch heute sind noch viele Arten in ihrem Bestand stark gefährdet und bedroht. Vor allem die Fledermäuse können ganz allgemein als gefährdet gelten. Gerade für die kleineren und weniger auffälligen Säuger-Arten müssen Wissenslücken bezüglich des Verhaltens und der ökologischen Ansprüche eingeräumt werden (vgl. Görner und Hackethal 1988).

Bedeutung als Bioindikatoren

Neben ihrer allgemeinen Bedeutung für den Menschen spielen Säugetiere auch als Bioindikatoren von Ökosystemen eine Rolle. Trotz einiger noch bestehender Wissenslücken gelten die Kenntnisse zu Vorkommen und Verbreitung der meisten Arten als gut. Hinzu kommt, dass praktikable Methoden zur Erfassung der Arten und sichere Bestimmungsmöglichkeiten existieren (Trautner 1992, Boye et al. 1996). Besonders die Tatsache, dass Säugetiere artspezifisch unterschiedlichste Anspruchstypen bezüglich Flächenanspruch, Biotopverbund, Ausbreitungsfähigkeit, Stellung in Nahrungsketten u. v. a. Faktoren darstellen, qualifiziert sie als Zustandsindikatoren im Naturschutz (vgl. Boye et al. 1996). Speziell Kleinsäuger und Fledermäuse werden daher in Untersuchungen immer wieder mit betrachtet, auch wenn sie keine große Artenvielfalt erwarten lassen.

Die folgende Artenliste basiert auf dem Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - Beobachtungen aus dem Rheinischen Braunkohlenrevier“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Es ist als PDF in der Rubrik Downloads verfügbar. Funde, die in den Artenlisten des Buches aufgeführt werden, sind mit einem Kreuz (x) gekennzeichnet. Funde und Meldungen nach 2005 sind mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Die Quellenangaben sind jeweils unter der Artenliste in einem Quellenverzeichnis aufgeführt.

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Feldhase (Foto: N. Wolf).