Schwebfliegen

Die Familie der Schwebfliegen weist weltweit etwa 5.000 Arten auf. In Deutschland ist sie mit 428 Arten (Ssymank und Dockal 1998) eine der artenreichsten Familien in der Ordnung der Dipteren.

Merkmale

Schwebfliegen gehören zu den optisch auffälligsten Fliegen: Viele Arten ähneln in ihrer Körperzeichnung Bienen und Wespen. Dieses Phänomen wird allgemein als „Nachahmung“ wehrhafter Insekten zum Zweck des Schutzes vor Fressfeinden gedeutet (Mimikry). Die adulten Fliegen ernähren sich vorwiegend von Pollen und Nektar. Schwebfliegen sind, neben den Bienen, die wichtigsten Blütenbestäuber. Die Larven weisen dagegen unterschiedliche Nahrungsansprüche auf. Es gibt phytophage (Pflanzenfresser), saprophage (Ernährung von abgestorbenem organischem Material) und zoophage (Ernährung von tierischer Kost). Insbesondere zoophage Larven von Arten der Unterfamilie Syrphinae gelten als wichtige Blattlaus-Vertilger. Schwebfliegen kommen an Waldstandorten und im Offenland vor, insbesondere an blütenreichen Stellen.

Gute Bestimmbarkeit

Auch wenn, wie bei vielen anderen Insektengruppen, der Wissensstand über Verbreitung und Ökologie insgesamt noch lückenhaft ist, liegen über Schwebfliegen im Vergleich zu anderen Fliegenfamilien noch die besten ökologischen Grundlagendaten vor. Die Gruppe erfreut sich insgesamt einer relativen hohen Beliebtheit bei faunistischen Untersuchungen. Dies liegt sicher nicht zuletzt an ihrer optischen Auffälligkeit und Schönheit, weiterhin an der vergleichsweise guten Bestimmbarkeit.

Die folgende Artenliste basiert auf dem Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - Beobachtungen aus dem Rheinischen Braunkohlenrevier“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Es ist als PDF in der Rubrik Downloads verfügbar. Funde, die in den Artenlisten des Buches aufgeführt werden, sind mit einem Kreuz (x) gekennzeichnet. Funde und Meldungen nach 2005 sind mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Die Quellenangaben sind jeweils unter der Artenliste in einem Quellenverzeichnis aufgeführt.

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Episyrphus balteatus (Foto: Forschungsstelle Rekultivierung).