Webspinnen

In Mitteleuropa sind etwa 1 100 Webspinnenarten beheimatet. In Deutschland rechnet man aktuell mit dem Vorkommen von 956 Arten dieses Taxons (Platen et al. 1995).

Als zoophage Generalisten ernähren sich die Spinnen in der Regel von Insekten und anderen Gliedertieren einschließlich ihrer Artgenossen (z. B. Bristowe 1958, Kullmann und Stern 1975, Foelix 1992).

Bedeutung für ökologische Untersuchungen in der Rekultivierung

Die verschiedenen Spinnenarten reagieren z. T. sehr unterschiedlich auf die sie umgebende Lebensraumstruktur und die mikroklimatischen Verhältnisse. Insbesondere Vegetationsstruktur, Feuchtigkeit, Licht und Temperatur bestimmen in entscheidendem Maße die Zusammensetzung der Araneenzönosen (vgl. Plachter et al. 2002). Daher und wegen ihrer hohen Arten- und Individuenzahl ist die Bedeutung der Spinnen als Indikatorgruppe für landschaftsökologische und naturschutzrelevante Fragestellungen groß. Aus diesem Grunde wurden die Spinnen auch recht häufig im Rahmen von Arbeiten, die sich mit Fragen zur Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften beschäftigen, berücksichtigt.

Nachgewiesene Webspinnen auf rekultivierten Flächen des Rheinischen Braunkohlenreviers:

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Wespenspinne (Foto: S. Scheffler).