Unser Highlight 10

Wanzen (Foto: S. Scheffler)
Wanzen (Foto: S. Scheffler)
Schmetterlinge (Foto: J. Rodenkirchen)
Schmetterlinge (Foto: J. Rodenkirchen)
Heuschrecken (Foto: O. Tillmanns)
Heuschrecken (Foto: O. Tillmanns)
Wildbienen (Foto: O. Diestelhorst)
Wildbienen (Foto: O. Diestelhorst)
Schwebfliegen (Foto: Thomas Bresson, CC BY 2.0, www.flickr.com)
Schwebfliegen (Foto: Thomas Bresson, CC BY 2.0, www.flickr.com)
Marienkäfer (Foto: Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0, www.flickr.com)
Marienkäfer (Foto: Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0, www.flickr.com)
Weichkäfer (Foto: Ramón Portellano, CC BY 2.0, www.flickr.com)
Weichkäfer (Foto: Ramón Portellano, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Insekten in der Rekultivierung

Das Insektensterben in der Landwirtschaft wird derzeit überall beklagt, weshalb wir uns in unserem Forschungsprojekt 2018 mit der Frage beschäftigt haben, ob der Rückgang der Insekten sich generell auch auf landwirtschaftliche Rekultivierungsflächen übertragen lässt. Die Ergebnisse liegen seit diesem Jahr vor: In einer umfangreichen Untersuchung von sieben Tiergruppen wurden 232 Arten erfasst, davon allein 92 verschiedene Arten von Wildbienen! Zum Vergleich – in der normalen Kulturlandschaft sind es im Schnitt nur 15 Arten. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Sonderstrukturen in ihrer Ausdehnung, Strukturvielfalt und hohen Qualität in der landwirtschaftlichen Rekultivierung maßgeblich für die Förderung der Artenvielfalt sind. Daher konnte in den Sonderstrukturen im Rahmen der Untersuchung kein Rückgang der Artenvielfalt der Insekten im Vergleich zu den früheren Untersuchungen festgestellt werden.

Untersuchte Standorte mit Angabe der Artenzahlen in Bezug auf das Alter der Flächen und ihren Standortcharakteristika. Je mehr Strukturvielfalt vorhanden ist, desto artenreicher sind die Flächen.

Das zeigt also: Je größer die Standortvielfalt in der landwirtschaftlichen Rekultivierung ist, desto größer ist auch die Artenvielfalt. In der Rekultivierung können wir eine solche Standortvielfalt von vorneherein schaffen – das ergibt große Chancen für die Biodiversität.

Verteilung der erfassten Arten auf die untersuchten Tiergruppen sowie den Rote-Liste-Status der erfassten Arten auf der für das Untersuchungsgebiet relevanten Roten Liste Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen unserer Studie findet ihr hier.
Auch wurde über unsere Studie in verschiedenen Medien berichtet, wie in der Westdeutschen Zeitung, Radio Erft und der NGZ.