Auf der Suche nach der Haselmaus 2018

Die Haselmaus wagt sich aus dem Nistkasten.

Unter Leitung von Geographie-Studentin Gianna Kraus aus Manheim sowie Gregor Eßer, dem Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung, machten sich rd. 20 Besucher auf den Weg, um die seltene Haselmaus in den rekultivierten Wäldern auf der Sophienhöhe zu finden.

Im Rahmen einer naturkundlichen Exkursion durchwanderte die Gruppe überwiegend die älteren Waldbereiche auf der Sophienhöhe und erfuhr sehr viel über die Lebensweise und die Lebensraumansprüche der Haselmaus. Gianna Kraus stellte heraus, dass „gerade die Wälder in der Rekultivierung mit ihren vielen Waldrändern und hohen Gebüschanteilen ideale Lebensräume für die Art darstellen.“

Nach der Hälfte der Wanderung war es dann endlich soweit: Ganz zur Freude der Exkursionsgruppe schaute eine kleine Haselmaus aus ihrem kunstvoll geflochtenen Rundnest hervor. Recht zutraulich hangelte sich der kleine Nager über einige Teilnehmer, um anschließend wieder im Gebüsch zu verschwinden. Begleitet wurde die Wanderung durch die Rekultivierung aber auch vom Gesang seltener Vogelarten wie dem Waldlaubsänger oder der Dorngrasmücke und auf den gezielt gestalteten Sonderflächen fanden sich bedrohte Pflanzenarten wie Heidenelke, Bergsandglöckchen und Natternkopf.

So kamen sehr zufriedene Teilnehmer nach über 3 Stunden wieder am Fuß der Sophienhöhe an und hatten im Zuge des Vormittags viele Hinweise mitgenommen, warum die Rekultivierung von Landschaften eine Chance zur Förderung der Artenvielfalt darstellt.

Das Berg-Sandglöckchen auf dem Sandmagerrasen der Sophienhöhe ist ein beliebtes Ziel für Bestäuber.