Klärteich A

Blick auf den Klärteich A mit Ufergehölzen (Foto: U. Hürten).

Der Klärteich A ist ein ca. 17 ha großes, nicht öffentlich zugängliches Gewässer im Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Tagebaus „Vereinigte Ville“. Im Norden, Westen und Süden grenzen rekultivierte Waldgebiete an, im Osten Betriebsflächen der Deponie Vereinigte Ville der RWE Power AG. Der Klärteich liegt am westlichen Rand des Stadtgebietes von Hürth, ein kleiner südwestlicher Teilbereich und der Ablauf befinden sich auf dem Stadtgebiet von Erftstadt.

Funktion

Der Teich wurde als Absetzbecken für Wasser mit Kohleresten angelegt. Im Nordosten des Klärteiches mündet der Zulauf der Abwässer der Kraftwerke Ville-Berrenrath und Goldenberg in den Klärteich. Am östlichen und nördlichen Ufer sind Röhrichtzonen ausgebildet. Im nordöstlichen Uferbereich ist eine Eisvogelwand installiert.

Besonderheiten der Fauna

Der Klärteich A ist mit 17 ha deutlich kleiner als Bleibtreusee (74,2 ha) und Köttinger See (41,5 ha), hier wurde aber bei den aktuellen Kartierungen (Winter 2016/2017 und 2017) eine höhere Anzahl von gewässertypischen Vogelarten festgestellt als an den vorgenannten Gewässern. Mit 11 Arten weist er (zusammen mit dem Hürther Waldsee) die größte Anzahl von Brutvogelarten aller untersuchten Gewässer auf, darunter Wasserralle (RL NRW 3), Teichhuhn (RL NRW V) und Kormoran (einer von insgesamt 30 in NRW bekannten Brutstandorten). Der Klärteich wird weiterhin von diversen Durchzüglern und Wintergästen frequentiert. Bemerkenswert sind aus der Untersuchung von 2016/2017 insbesondere der Rastvogelbestand der Tafelente (regional bedeutsam), Nachweise der landesweit seltenen Rastvogelarten Moorente (RL NRW w 1) und Rohrdommel (RL NRW w 2) sowie der Bestand des Kormorans am Schlafplatz mit bis zu 224 Individuen.

Vorgeschlagene Optimierungs- bzw. Erhaltungsmaßnahmen

Die Bedingungen für Brut- und Gastvögel an dem Gewässer sind insgesamt günstig und sollten langfristig erhalten bleiben.

Ein Paar Knäkenten (Foto: Forschungsstelle Rekultivierung).

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