Käfer

Die Ordnung der Käfer ist mit mehr als 350.000 bisher bekannten Arten die größte innerhalb der Insekten. Für Mitteleuropa wird eine Artenzahl von etwa 8.000 angegeben, für Deutschland 6.537 (Geiser 1998) und für das nördliche Rheinland 4.331 (Köhler & Klausnitzer 1998). Im Gegensatz zu dem einheitlichen Körperbau der Käferimagines steht die artspezifisch unterschiedliche Lebensweise der Imagines und Larven.

Nur wenige Käfer und Käfergruppen sind zu einer aquatischen Lebensweise übergegangen; die meisten sind landlebend. Sie besiedeln dort alle möglichen Biotoptypen und Vegetationsschichten und leben als Pflanzenfresser, Holzbohrer, Aasfresser, Räuber oder auch parasitisch. Etwa ein Viertel der in Deutschland heimischen Arten hat sich an das Leben im Holz angepasst.

Viele Käfer leben nicht an Bäumen oder Pflanzen, sondern halten sich überwiegend auf dem Boden auf, so auch die in einem gesonderten Kapitel besprochenen Laufkäfer (Carabidae) sowie die oft arten- und individuenreich auftretende Familie der Kurzflügelkäfer (Staphylinidae).

Die Gruppe der Käfer ist so umfangreich, dass eine komplette Bearbeitung im Rahmen von faunistischen Bestandsaufnahmen äußerst aufwendig wäre. Für einen Großteil der Arten, vor allem die unscheinbaren und schwer bestimmbaren, sind zudem die Kenntnisse über ökologische Ansprüche und Verbreitung noch sehr lückenhaft. Bei Käfergruppen mit größeren und gut bestimmbaren Arten ist die Datenlage besser. Je nach Fragestellung und untersuchten Biotoptypen werden oft bestimmte aussagekräftige Käferfamilien in faunistische Bestandsaufnahmen einbezogen, so z. B. die Kurzflügler, Rüsselkäfer oder Blattkäfer bei Untersuchungen mit bodenökologischem Hintergrund. Diese Gruppen erlauben differenzierte Aussagen zur Bodenfeuchte (vgl. Plachter et al. 2002).

Für die Bewertung der ökologischen Bedeutung von Waldbiotopen können Untersuchungen der „Holzkäfer“-Fauna, darunter z. B. der Bockkäfer und der Borkenkäfer, wichtige Informationen beisteuern. Hier erlaubt die artspezifische Ernährung der Larven wichtige Rückschlüsse auf die Habitatqualitäten. Außerdem ist die indikatorische Bedeutung einiger Arten zum Alter und zur Biotoptradition in Wäldern gut erforscht (Plachter et al. 2002). Vergleichsweise übersichtlich ist das Artenspektrum bei den „Wasserkäfern“, so dass sie des Öfteren bei Bestandsaufnahmen in Gewässern mit untersucht werden.

Die folgende Artenliste basiert auf dem Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - Beobachtungen aus dem Rheinischen Braunkohlenrevier“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Es ist als PDF in der Rubrik Downloads verfügbar. Funde, die in den Artenlisten des Buches aufgeführt werden, sind mit einem Kreuz (x) gekennzeichnet. Funde und Meldungen nach 2005 sind mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Die Quellenangaben sind jeweils unter der Artenliste in einem Quellenverzeichnis aufgeführt.

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