Moose

Moose sind die am einfachsten gebauten Landpflanzen. Vor allem die relativ geringe Differenzierung der verschiedenen Gewebe verhindert, dass sie große Wuchsformen erreichen. Es gibt zwei große Gruppen von Moosen: Lebermoose und Laubmoose. Die Lebermoose sind sehr einfach gebaut mit thallöser Struktur, während Laubmoose in Stämmchen und Blättchen, meist mit einer Mittelrippe, gegliedert sind. Trotz dieses vergleichsweise einfachen Baus haben Moose nahezu alle Lebensräume besiedelt: von der Arktis bis in die Tropen. Lediglich in extremen Wüsten kommen sie nicht vor. Allerdings sind sie den höheren Pflanzen in der Konkurrenz unterlegen; dominieren können sie daher nur auf Extremstandorten, beispielsweise in Hochmooren und der Tundra. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in den feuchten Regionen der Tropen und in Mitteleuropa in Wäldern. Im Unterschied zu Gefäßpflanzen können viele Arten vollkommen austrocknen und so ungünstige Zeiten überdauern. Auch brauchen sie weniger Licht, um Photosynthese zu betreiben.

In Deutschland kommen etwa 250 Leber- und etwa 750 Laubmoosarten vor. Insgesamt gilt das Rheinland als Region mit einer armen Moosflora (Düll 1980): Fast zwei Drittel der Arten sind hier selten bis sehr selten.
Die folgende Artenliste basiert auf dem Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - Beobachtungen aus dem Rheinischen Braunkohlenrevier“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Es ist als PDF in der Rubrik Downloads verfügbar. Funde, die in den Artenlisten des Buches aufgeführt werden, sind mit einem Kreuz (x) gekennzeichnet. Funde und Meldungen nach 2005 sind mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Die Quellenangaben sind jeweils unter der Artenliste in einem Quellenverzeichnis aufgeführt.

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