Weberknechte

Weberknechte gehören ebenfalls zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida). Sie unterscheiden sich in einigen Merkmalen deutlich von den Webspinnen (Araneae). So besitzen sie einen einteiligen Körper, das heißt, Vorderkörper und Hinterleib sind nicht getrennt. Weiterhin haben sie keine Spinnwarzen und nur ein Paar Augen. Das letzte Beinglied, der Fuß (Tarsus), ist je nach Art noch mehrmals unterteilt. Die Beine sind insgesamt sehr lang und zerbrechlich.

Die Gruppe umfasst weltweit etwa 2500 Arten. Davon kommen in Deutschland nach aktuellem Kenntnisstand 45 Arten vor (Platen et al. 1995), von denen die meisten zur Familie der Echten Weberknechte (Phalangiidae) gehören.

Bedeutung für ökologische Untersuchungen in der Rekultivierung

Weberknechte sind nachtaktive Landtiere. Ihre Ernährung ist vielfältig: Sie nehmen pflanzliches und tierisches, lebendes und totes Material auf. Zur Bedeutung von Weberknechten für die Beschreibung von Habitatqualitäten ist relativ wenig bekannt. Wohl auch aus diesem Grunde ist diese Tiergruppe in ökologischen Untersuchungen in der Rekultivierung bisher nur selten beachtet worden.

Die folgende Artenliste basiert auf dem Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - Beobachtungen aus dem Rheinischen Braunkohlenrevier“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Es ist als PDF in der Rubrik Downloads verfügbar. Funde, die in den Artenlisten des Buches aufgeführt werden, sind mit einem Kreuz (x) gekennzeichnet. Funde und Meldungen nach 2005 sind mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Die Quellenangaben sind jeweils unter der Artenliste in einem Quellenverzeichnis aufgeführt.

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