Unser Highlight 14

Die Forschungsstelle Rekultivierung hat in diesem Jahr eine Vortragsreihe gestartet, die im halbjährlichen Turnus regelmäßig stattfindet. Im Zuge der Vortragsreihe, die in das Zukunftsforum Paffendorf eingebunden ist, werden verschiedene Themen mit Bezug zur Rekultivierung im Rheinischen Revier wissenschaftlich fundiert durchleuchtet. Aus den Vorträgen erhoffen wir uns neue Impulse mitnehmen zu können, um die Rekultivierung stetig zu optimieren und somit zu einem nachhaltigen Strukturwandel im Rheinischen Revier beitragen zu können. Hierbei soll aber auch ganz bewusst über den Tellerrand hinausgeschaut werden.

Die Auftaktveranstaltung befasste sich mit dem Thema Biodiversität in Rekultivierungslandschaften. Anlässlich des weltweiten Artensterbens, das der Weltbiodiversitätsrat vor kurzem in seinem Bericht bestätigt hat, luden wir zum Vortragsabend über Biodiversität und deren Förderung in Rekultivierungslandschaften ein. Hierzu führte Michael Eyll-Vetter (RWE-Spartenleiter Tagebauentwicklung) in die Veranstaltung ein und Gregor Eßer (Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung) erläuterte die von RWE Power und der Forschungsstelle Rekultivierung neu eingeführte Biodiversitätsstrategie (BioDiS) für das Rheinische Revier. Von Prof. Dr. Michael Rademacher (Technische Hochschule Bingen) wurden die Chancen und Herausforderungen für die Biodiversität in der Renaturierung beleuchtet und in einem Vortrag von Prof. Dr. Kunz (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) die Bedeutung von Industriebrachen und Rohstoffabbauflächen für den Artenschutz hervorgehoben. Rd. 100 Teilnehmer diskutierten unter Moderation von Henning Walther sehr ausgiebig und überaus interessiert. Eine hoch spannende Veranstaltung!

Vortragsabend "Biodiversitšt in Rekultivierungslandschaften"

In der zweiten Veranstaltung unserer Vortragsreihe befassten wir uns mit der Biodiversität im Offenland und wie diese gezielt gefördert und geschützt werden kann. Gregor Eßer wies auf das dramatische Artensterben in Mitteleuropa vor allem im Offenland hin. Gleichzeitig verwies Eßer auf wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse wonach der Artenrückgang in der landwirtschaftlichen Rekultivierung im Rheinischen Revier nicht zu verzeichnen ist. Dazu stellte Werner Sihorsch (Abteilung Rekultivierung der RWE Power) die bereits in der landwirtschaftlichen Rekultivierung umgesetzten Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität vor. Elisabeth Verhaag (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) informierte über Möglichkeiten die angelegten Maßnahmen in der Rekultivierung auf die Nachfolge durch die Landwirte weiterleben zu lassen und Dr. Matthias Schindler (Biologische Station Bonn / Rhein-Erft) gab Einblick in die Artenvielfalt im Offenland und deren Fördermöglichkeiten.

Vortragsabend "Biodiversitšt im Offenland"

Der nächste Vortragsabend wird am 23. April 2020 stattfinden, wo wir uns den Rekultivierungslandschaften weltweit widmen werden! Ihr seid herzlich eingeladen!