Unser Highlight 22

So hätte das Motto vieler sehr gelungener Veranstaltungen dieses Jahr sein können.

Ein Beispiel: SchülerInnen des Gymnasiums Wermelskirchen besuchten im Sommer den Tagebau Hambach und die rekultivierte Sophienhöhe. Die SchülerInnen engagieren sich stark bei der „Fridays for Future“-Bewegung. Durch die Unterstützung von Rüdiger Bornhold, Mitglied im Braunkohleausschuss des Regionalrats Köln, wurde der Kontakt zu RWE hergestellt und die Kinder eingeladen, sich selbst einmal ein Bild vom Braunkohletagebau und der Rekultivierung zu machen. Bei der Fahrt durch den Tagebau Hambach und auf die rekultivierte Sophienhöhe zeigten sich die Kinder und Lehrkräfte sehr interessiert und waren beeindruckt von den aufgeschlossenen Erdschichten und großen Baggern sowie der weitläufigen Sophienhöhe mit ihren unterschiedlichen Lebensräumen von Wald über Seen bis hin zur jungen Rekultivierung mit ihren blühenden, artenreichen Wiesen. Unterwegs stellten die „Fridays for Future“-AnhängerInnen viele Fragen zur Kohle, Energiegewinnung und auch zum Artenschutz. RWE-Besucherbetreuer Michael Füngeling und Melanie Gutmann von der Forschungsstelle beantworteten gerne diese Fragen und freuten sich über die Bereitschaft der SchülerInnen sich auch über die Rekultivierung zu informieren.

Ausflug der "Fridays for Future"-SchülerInnen des Gymnasiums Wermelskirchen in den Tagebau Hambach und auf die rekultivierte Sophienhöhe. (Fotos: A. Osterkamp und M. Füngeling)

Auch widmete sich unter der Leitung von Pfarrer Martin Trautner das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Elsdorf im Rahmen eines Seminartages im Lutherzentrum Elsdorf dem Thema „Braunkohle“.
Experten referierten zu ganz unterschiedlichen Themenblöcken rund um das Thema Braunkohle. Angefangen von der Braunkohle als Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland und im internationalen Vergleich durch Claus Kuhnke, DEBRIV, über das Wassermanagement im Rheinischen Revier durch Stefan Simon Erftverband sowie der Geschichte des Hambacher Forstes durch Martin Trautner Ev. Kgm.. Schließlich informierte Markus Schulz von RWE Power AG über die Gewalttaten im Umfeld der Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes und Gregor Eßer von der Forschungsstelle Rekultivierung referierte über die Rekultivierung und Landschaftsgestaltung im Rheinischen Revier.
Abgeschlossen wurde der Seminartag mit einer Exkursion auf die Sophienhöhe. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den rd. 2.000 ha großen rekultivierten Waldflächen mit seinen artenreichen Biotopen.

Impressionen vom Seminartag "Braunkohle" (Fotos: G. Eßer)