Unser Highlight 4

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019. Mittlerweile zählt sie in Deutschland zu den seltenen Feldvögeln, die vom Aussterben bedroht sind und langsam aus unserer Kulturlandschaft zu verschwinden drohen. In der landwirtschaftlichen Rekultivierung Garzweiler werden jedoch jedes Jahr beeindruckend viele Feldvögel gesichtet, die dort noch sehr große Vorkommen haben. Neben der Feldlerche lassen sich auch zahlreiche Grauammern, Steinschmätzer, Schwarzkehlchen und Wiesenpieper beobachten.

Warum fühlen sich diese verschiedenen Feldvögel in der landwirtschaftlichen Rekultivierung Garzweiler so wohl?

Die Bedeutung der rekultivierten Feldflur für Feldvögel ist schon seit langer Zeit belegt. Giller (1976) zitiert ein Vielzahl von Beobachtungen die ein arten‐ und individuenreiches Auftreten typischer Felgvögel in der rekultivierten Feldflur belegen: Feldlerche, Grauammer, Schafstelze, Rebhuhn und Wachtel finden offenbar günstige Ansiedlungsbedingungen in der neu entstehenden Landschaft. Ausschlaggebend für die hohe Artenvielfalt sind hierbei die vielfältigen Sonderstrukturen in der landwirtschaftlichen Rekultivierung, wie z.B. die großen Luzerneflächen und die breiten und artenreichen Blühstreifen. Der starke Rückgang solcher Biotope in den landwirtschaftlichen Offenlandschaften Europas führte in den letzten Jahren zu einem dramatischen Rückgang vieler Arten. Anders in der Rekultivierung Garzweiler: Hier ist vom „stummen Frühjahr“ nichts zu vernehmen.

Weitere Informationen zu unseren Untersuchungen der Feldvögel findet ihr hier.

Blühstreifen und Feldlerchenfenster in der landwirtschaftlichen Rekultivierung. Stefan Neumeier beim Kartieren der Feldlerchen sowie die Grauammer, das Schwarzkehlchen und der Steinschmätzer als weitere Vögel der Feldflur. (Fotos: K. Görgen, W. Sihorsch, N. Wolf)