Unser Highlight 9

Dieses Jahr konnte zum ersten Mal die Schlingnatter auf der Sophienhöhe nachgewiesen werden! Versteckt lag sie unter einem von unseren Schlangenbrettern, die wir als Naturschutzmaßnahme ausgelegt haben.

Schlingnatter auf der Sophienhöhe (Foto: M. Gutmann)

In der Rekultivierung Inden konnte an einer neu angelegten Steilwand eine Bruthöhle von Bienenfressern mit drei Jungvögeln beobachtet werden. Die Ornithologen Peter Stollwerk und Franz Kirstein konnten die bunten Vögel in tollen Bildern festhalten.

Bienenfresser in der Rekultivierung Inden (Foto: P. Stollwerk)

Und auch auf der Sophienhöhe konnte ein schöner Vogel erstmals von den Beiden nachgewiesen werden: der Mittelspecht! Er und der Schwarzspecht zu den typischen Bewohnern reifer Altwälder. Die Sophienhöhe ist zwar noch ein relativ junger Wald, allerdings bringen wir einen hohen Anteil an Totholz aktiv in die Rekultivierung ein, wodurch bereits jetzt schon ein geeigneter Lebensraum für den Mittelspecht geschaffen werden kann.

Mittelspecht auf der Sophienhöhe (Foto: F. Kirstein)

Auch von der botanischen Seite her gab es einige tolle Erstfunde:

Das Kurzfrüchtige Weidenröschen (Epilobium brachycarpum) mit seinen kleinen weißen Blüten kam auf der Sophienhöhe in Massen vor und entzückte die Botaniker.

Kurzfrüchtiges Weidenröschen auf der Sophienhöhe (Foto: G. Abels)

In der Welt der Pilze wurde auch ein besonderes Schätzchen gefunden. Erstmals wurde auf der Sophienhöhe der seltene, im Bestand gefährdeten kleinen, braunen Weiden-Schüppchenschnitzling (Phaeomarasmius erinaceus) nachgewiesen. Dieser Pilz ist eine Rote Liste 2 (NRW) Art und wächst auf totem Holz.

Weiden-Schüppchenschnitzling (Foto: M. Gutmann)

Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen Früchte tragen und diese anspruchsvollen Tierarten sich in ihrem neuen Lebensraum wohlfühlen.