Artenschutzflächen um Manheim-Neu 2019

Artenschutzflächen um Manheim-Neu

Auf unserer Exkursion unter der Leitung von Gianna Krauß aus Manheim-Neu und Sandra Janz von der Abteilung Landschafts- und Naturschutz der RWE Power konnten die 21 Teilnehmenden die Artenschutzflächen beim Umsiedlungsstandort Manheim-Neu erkunden. Seit 2012 wurden hier rund 70 ha zu einer halboffenen parkartigen Landschaft mit Streuobstwiesen, Viehweiden, Gehölzstreifen und Kleingewässern umgestaltet. Dort, wo früher großflächig Zuckerrüben und Mais angebaut wurden, grasen nun Glanrinder. Diese alte, robuste Rinderrasse steht ganzjährig zur extensiven Beweidung auf den Flächen. Die Tiere selbst sowie ihr Dung ziehen viele Insekten an, die wiederum als Nahrung für Fledermäuse und Vögel dienen.
Die Flächen um Manheim-Neu sind Teil des 1.500 Hektar umfassenden Artenschutzprogramms von RWE Power für den Tagebau Hambach. Diese 1.500 ha wurden zusätzlich zu den rekultivierten Flächen rund um den Tagebau angelegt und miteinander vernetzt. Es umfasst ökologische Maßnahmen in bestehenden Altwaldbereichen um den Tagebau von rund 800 ha, die Umwandlung von rund 600 ha Offenland zur Optimierung des Nahrungsangebots sowie der Anpflanzung von rund 100 ha Vernetzungsstrukturen. Die angepflanzten Baumreihen dienen der Vernetzung von Nahrungsflächen und Altwäldern und wirken wie eine „Fledermaus-Autobahn“. Mit Horchboxen können wir nachweisen, dass Fledermäuse im Gebiet bei Manheim-Neu ihre Nahrung suchen. Die parkähnlichen Artenschutzflächen rund um den Tagebau Hambach bieten aber nicht nur Tieren wie Fledermäusen und Vögeln einen neuen Lebensraum, sondern dienen auch der Naherholung für den Menschen.

Exkursion zu den Artenschutzflächen um Manheim-Neu. (Fotos: G. Krauß und S. Janz)