Bibersuche am umverlegten Schlichbach 2019

Im Reich des Bibers: Exkursion am Schlichbach

Idyllische Wasserflächen, ein naturnaher Bach und Auenwald mit angenagten Baumstämmen. Und alles das entlang des Schlichbaches, einem kleinen Nebengewässer der Rur. Die Exkursionsteilnehmer am Samstagnachmittag staunten nicht schlecht über eine so eindrucksvolle Naturlandschaft am Tagebaurand Inden.
Aber wie kommt so viel Natur an den Schlichbach? Exkursionsleiter Jürgen Minning führte die Teilnehmer über versteckte Pfade zu einem Biberdamm und zeigte eindrucksvoll auf, wie sich durch das Einwandern dieser seltenen und europäisch geschützten Tierart die Landschaft nachhaltig verändert hat. Und Minning erklärt wie es zum Einwandern des Bibers überhaupt kommen konnte: Als der Tagebau Inden kam, musste ein Teil des Schlichbaches weichen. Hierfür wurde das Gewässer nicht einfach nur verlegt, sondern Minning und seine Kollegen aus der Wasserwirtschaft renaturierten den Schlichbach auf einer Länge von rd. 4 Kilometern.
Heute sieht man die positiven Ergebnisse der tagebaubedingten Verlegung des Schlichbaches: eine schöne Landschaft mit seltenen Libellen, blütenreichen Sumpfpflanzen, einem Refugium des vom Aussterben bedrohten Springfrosches und nicht zuletzt ein neues Reich für den Biber!

Auf den Spuren des Bibers in seinem neuen Reich am Schlichbach. (Fotos: G. Eßer)