Braunkohlenausschuss 2019

Braunkohlenausschuss auf Exkursion in der Rekultivierung

Die Mitglieder des Braunkohlenausschusses der Bezirksregierung Köln besuchten die Sophienhöhe zwichen Elsdorf und Niederzier und machten sich vor Ort ein Bild von der naturnahen Waldrekultivierung des Tagebaus Hambach. Unter Leitung von Spartenleiter Tagebauentwicklung Michael Eyll-Vetter, Bergbauingenieur Daniel Sutter sowie Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung Gregor Eßer wurden die unterschiedlichen Altersstufen der Waldentwicklung gezeigt und ganz unterschiedliche Sonderbiotope mit spektakulärer Flora und Fauna vorgestellt. In der sog. Goldenen Aue entsteht Natur und Landschaft neu. Und das mit vielen seltenen und bedrohten Tier- und Planzenarten. Im Frühsommer ist dieser Teil der Rekultivierung goldgelb durch den hier blühenden Klappertopf, einer Pflanzenart die bis vor Kurzem noch im Rheinland verschollen war. Sonderbiotope wie hier das sog. Höller Horn, sind Hot-Spots der Biodiversität und bieten vielen seltenen Arten ein letztes Refugium. Beispielsweise dem Steinschmätzer, einer vom Aussterben bedrohten Vogelart. Durch die Schaffung unterschiedlichster Standorte wird durch den Tagebau Hambach hier die Grundlage für die hohe Artenvielfalt in der Rekultivierung geschaffen.
Im Anschluss an die Exkursion zeigte sich die Gruppe beeindruckt von der schnellen Waldentwicklung und von der ökologischen Qualität der Rekultivierung. Auch die Arbeit der Forschungsstelle wurde ausdrücklich gelobt.

Eindrücke von der Befahrung der Rekultivierung mit dem Braunkohlenausschuss. (Fotos: G. Eßer)