Offenlandexkursionen 2019

Größte Grauammer-Population in NRW

Unter Leitung des Wildtierbiologen Stefan Neumeier sowie Gregor Eßer gingen Ornithologen aus der Region auf die Suche nach seltenen Feldvögeln, die in der landwirtschaftlichen Rekultivierung Garzweiler vorkommen. Im Zuge einer 3-stündigen Fachexkursion wurden beeindruckend viele Grauammern (Emberiza calandra) gesichtet – eine vom Aussterben bedrohte Art, die hier in der Rekultivierung ihr letztes großes Vorkommen in NRW hat. Aber auch die Beobachtung von Steinschmätzer, Rotmilan, Schwarzkehlchen und Wiesenpieper ließen die Herzen der Ornithologen höher schlagen. Diese verschiedenen Vögel fühlen sich in der landwirtschaftlichen Rekultivierung Garzweiler sehr wohl. Warum das so ist?
Ausschlaggebend für die hohe Artenvielfalt sind die vielfältigen Sonderstrukturen in der landwirtschaftlichen Rekultivierung, wie z.B. die großen Luzerneflächen und die breiten und artenreichen Blühstreifen. Der starke Rückgang solcher Biotope in den landwirtschaftlichen Offenlandschaften Europas führte in den letzten Jahren zu einem dramatischen Rückgang vieler Arten. Anders in der Rekultivierung Garzweiler: Hier ist vom „stummen Frühjahr“ nichts zu vernehmen.

Grauammer-Beobachtung in der Rekultivierung Garzweiler (Fotos: G. Eßer)